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Der Kleine Arbersee

An der westlichen Flanke des Großen Arbers, dem höchsten Berg im Bayerischen Wald, liegt der Kleine Arbersee. Der See ist ein Relikt aus der Eiszeit. Seine Bildung verdankt der dem Kleinen Arberseegletscher, der sogar der zweitlängste aller Böhmerwaldgletscher war.

Die Seewand des Kleinen Arbersees ist mit ihren über 100m steil über dem Seeloch aufsteigenden Felswänden noch sehr ursprünglich erhalten. In diesem stark vom Verlauf des Gletschers geprägten Gebiet finden sich Quell- und Niedermoore neben farn-, moos- und flechtenreichen Aufichtenwäldern.

In älterer Literatur werden der Große und der Kleine Abersee stets als dunkle, trübe Moorseen geschildert. Die Aufklarung des Wassers erfolgte erst in den letzten Jahrzehnten und ist eine Folge der Luftverschmutzung: Die starke Versauerung des Seewassers hat eine Verarmung der Pflanzen- und Tierwelt zur Folge. So sind beispielsweise die Fische in diesen Gewässern bereits ausgestorben. Die Zwiebelbinse bildet dichte Teppiche bis in zwei Meter Tiefe.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Kleine Arbersee zum Triften von Holz aufgestaut und vergrößerte sich dabei um mehr als ein Dreifaches. Es lösten sich im Randbereich des damaligen Sees intensiv verwurzelte Moorfilze, die mit ihrem Torfanteil leichter als Wasser sind. Diese haben sich bis heute als 'schwimmende Inseln' erhalten. Wie ihr Name schon verrät, sind sie ohne feste Verbindung zum Untergrund und heben und senken sich mit den Schwankungen des Wasserspiegels. Im Laufe der Jahrtausende haben die Filze eine Dicke von 1,5 bis 3,5 Metern erreicht, sodass sogar 40- bis 60-jährige Fichten auf ihnen wachsen. Die größte Insel hat eine Ausdehnung von ca. 4.500 m².

Das Naturschutzgebiet Kleiner Arbersee wurde am 28.11.1959 geschaffen. Es ist 307,5 ha groß und umfasst - neben dem See selbst - die den See umgebenden Moore und Waldgebiete. Die Schutzverordnung von 1984 sieht vor, dass die Inseln nicht betreten werden dürfen. Wegen  einer befristeten Befreiung davon wurden jedoch bis Ende 1998 Ruderboote verliehen. Fischotter und Biber konnten sich wieder hier ansiedeln. Auch das scheue Auerhuhn hat hier ein Zufluchtsgebiet.

Auf dem malerischen Seerundweg erlebt der Besucher die allgegenwärtige Ruhe und die vielfältige Schönheit dieses Naturschutzgebietes. Für die Seeumrundung benötigt man ca. 30 bis 45 Minuten. Der Seerundweg ist bei trockenem Wetter bedingt auch für Kinderwägen und Rollstuhlfahrer geeignet. Bei einer deftigen Brotzeit im großzügigen Biergarten vom Gasthaus 'Seehäusl' kann man sich am fantastischen Blick auf den See erfreuen.

Der Kleine Arbersee in Stichpunkten:

Alter ca. 10.000 Jahre
Größte Tiefe 12 m
Wasserfläche 6,36 ha
Höhenlage 918 m über NN
Einzugsgebiet 2,79 km²
Gesamte Fläche 8,56 ha
pH-Werte (im Schnitt) 4,5
aktuell
  • Die Kleine Arberseebahn macht Winterpause. Geplanter Saisonstart Ostern 2018.